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Kapitel 1

Nachricht aus Gondor



Der Geruch von frisch gemähtem Gras lag in der Luft und Juweline Tuk atmete ihn tief ein. Eine Weile stand sie einfach da und ließ ihr Gesicht von der warmen Vormittagssonne wär-men. Erst als jemand an ihrem Rock zog, riss sie sich aus ihren Gedanken und sah auf den vor ihr stehenden kleinen Jungen herab, welcher mit großen grünen Augen zu ihr hinauf sah. Lachend nahm die junge Frau ihn auf Arm, gab ihnen einen Kuss auf die rosige Wangen und ging zurück in das geräumige Smial um den Frühstückstisch zu decken.
„So Faramir, mein Schatz. Jetzt gibt es Frühstück“ sagte sie lachend und setzte ihren kleinen Sohn auf einen der Stühle. Dann lief sie zu dem großen Schrank der am anderen Ende der geräumigen Küche stand und holte Schüsseln, Becher und einige große Kannen heraus. Im nächsten Moment stellte sie schon den Wasserkessel auf den Herd und schüttete mit der anderen Hand frische Milch in eine der große Kannen. Anschließend lief sie eilig in die Spei-sekammer um Brot, Marmeladen, Fruchtsäfte und Konfitüren zu holen.
Während sie nach den Zutaten für ein gelungenes auenländisches Frühstück suchte konnte sie in der Küche den Wasserkessel pfeifen hören und lief, mit den Konfitüren und dem Brot in den Armen, zurück in die Küche.
Faramir kicherte und sah seiner Mutter aufmerksam dabei zu wie sie gekonnt die Gläser und Schüsseln auf dem Tisch verteilte und anschließend das heiße Wasser in eine zweite Kanne goss. Sofort erfüllte der Geruch von Pfefferminz die Küche und Juweline ließ sich auf einen Stuhl neben dem ihres Sohnes fallen.
„Jetzt müssen wir nur noch auf deinen Papa warten. Der ist wie immer zu spät dran“ sagte sie und verschränkte grinsend die Arme vor der Brust.
Seid sie mit Peregrin Tuk verheiratet war, war er nicht einmal pünktlich zum Essen gekom-men. Doch mittlerweile hatte sich Juweline daran gewöhnt und stattdessen festgestellt das Faramir, seid er krabbeln konnte, die Tür nie aus den Augen ließ wenn Peregrin nicht da war, nur um sich sofort in dessen Arme werfen zu können wenn er die Tür öffnete und mit einem breiten Lächeln in den geräumigen Flur trat.
Lächelnd beobachtete sie auch an diesem Morgen wie Faramir, auf seinem Stuhl ungeduldig hin und her rutschend, auf die runde Tür starrte. Doch es blieb alles still und auch kein Ge-räusch war zu hören. Doch das konnte Faramir nicht davon abhalten in seiner Position zu verharren.
Nun konnte auch Juweline den Blick nicht mehr von der Tür abwenden, denn es war unge-wöhnlich das er so lange weg blieb ohne ein Wort zu sagen. Doch noch eher sie sich dar-über Gedanken machen konnte, vernahm sie schon die bekannten Geräusche seiner Schrit-te und das Geräusch der Tür, die sich im selben Moment öffnete.
Augenblicklich war Faramir auf den Beinen und sprang seinem Vater auf die Arme, der ihn lachend an sich drückte und ihn dann wieder auf die Füße stellte. Mittlerweile war auch Ju-weline aufgestanden und ging langsam auf ihren Mann zu, wobei sie sein Gesicht nicht aus den Augen ließ welches sie nun schon so gut und lange kannte. Als er sie sah zog er sie in seine Arme und hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen. Dann legte er seinen Arm um ihre Schultern und ging in die Küche, dicht gefolgt vom kleinen Faramir.
„Schön endlich wieder bei euch zu sein. Auch wenn ich nur einen Tag und einen Vormittag weg war, kam es mir wie eine Ewigkeit vor“ rief Peregrin und schenkte seiner Frau ein strah-lendes Lächeln.
„Ja. Uns geht es genauso“ erwiderte Juweline und setzte sich neben ihm. „Aber wo warst du denn gewesen? Du warst lange weg. Ich hab mir schon Sorgen gemacht“.
Überrascht sah er Juweline an. „Entschuldige das ich nichts gesagt hab aber ich musste dringend nach Bockland. Zu Merry. Der kleine Stolzfuß kam vor einigen Tagen schon ange-laufen und meinte es sei eine wichtige Nachricht eingetroffen und ich sollte sofort zu Merry kommen. Also bin ich gleich los“.
Juweline nahm einen Schluck Tee aus ihrem Becher und sah Faramir zu wie er sich einen Löffel Pflaumenmus in den Mund schob. Im selben Augenblick waren auch seine Wangen und sein Kinn mit dem süßen Saft verschmiert. Dann blickte sie wieder zu ihrem Mann hin-über.
„Und was war das für eine Nachricht?“.
Einen Moment sah Peregrin sie schweigend an und Juweline bemerkte den besorgten Aus-druck sofort. Sie spürte wie sich ein flaues Gefühl in ihrem Magen ausbreitete und sie muss-te schlucken.
„Aus Gondor“ gab Peregrin knapp zur Antwort und warf einen Blick zu Faramir der seine Aufmerksamkeit inzwischen wieder seinen Eltern zugewandt hatte. Mit seinem verschmier-tem Mund und mit großen Augen sah er abwechselnd von seiner Mutter und zu seinem Va-ter.
„Faramir geh dir doch bitte das Gesicht waschen“. Für einen Moment schien es, als wollte der junge Hobbit widersprechen, zog es dann jedoch vor schweigend vom Stuhl zu hüpfen und den Raum zu verlassen.
Einen Augenblick später saßen Juweline und Peregrin allein in der Küche.
„Aragorn hat sie selbst geschrieben“, begann er von neuem und atmete tief durch. „Es hieß das die Übergriffe durch Orks wieder zugenommen haben. Sie haben ein kleines Dorf östlich von Minas Tirith angegriffen und einige Menschen wurden dabei getötet. Noch wissen sie nicht wie die Orks ungesehen ins Land eindringen konnten aber man jagt sie bereits“. Wie-der hielt Peregrin inne und sah einen quälend langen Moment aus dem Fenster.
„Und was hat das mit dir zu tun? Mit uns? Mit dem Auenland?“, obwohl Juweline die Antwort bereits kannte versuchte sie klar zu denken und schluckte. „Du musst dorthin, richtig?“.
Nun sah Peregrin ihr direkt in die Augen und den Schmerz und die Angst die sie in seinen Augen sah ließ ihr Herz bluten. Sie wusste das er nicht gern ging und das er nur seine Pflicht tun musste.
„Ja“. Seine Stimme war nur noch ein leises flüstern.
Juweline blickte ihren Mann für einen Moment stumm an. Sie musste sich regelrecht zwin-gen die nächsten Worte laut auszusprechen, auch wenn sie ihr schier das Herz herauszurei-ßen drohten.
„Du musst tun was du tun musst Pippin. Obwohl ich wahnsinnige Angst davor habe das du vielleicht eines Tages nicht wieder kommst. Reite schnell. Sie brauchen deine Hilfe“. Krampfhaft versuchte Juweline ein Schluchzen zu unterdrücken.
Ohne ein weiteres Wort zog Peregrin sie in seine Arme und drückte sie an sich. Sein Gesicht war dem ihren nahe und er spürte wie Tränen über ihre Wangen liefen.
„Ich werde bald zurück kommen. Ich verspreche es dir“ flüsterte Peregrin als er Juwelines Gesicht in seine Hände nahm um ihr in die Augen zu sehen. Langsam senkten sich seine Lippen auf die ihre und verschmolzen zu einem langen innigen Kuss der die Zeit still zu ste-hen ließ. Als sie sich von einander lösten trocknete Juweline ihre Tränen und versuchte zu lächeln. Schnell wandte sie den Blick ab, als sie spürte das erneut ein Schluchzen ihre Keh-le erklomm.
„Ich werde kurz vor Sonnenuntergang in Richtung Bockland aufbrechen. Merry und ich reiten bei Nacht und bei Tag um so schnell wie möglich in Gondor zu sein“, ergriff Peregrin das Wort als sie sich einen langen Augenblick nur angesehen hatten, ohne auch nur ein Wort zu sagen.
Stumm nickte Juweline und lehnte ihren Kopf an seine Brust.
„Versprich mir nur das du auf dich aufpasst und kein unnötiges Risiko eingehst“.
„Ich verspreche es dir“.
Erneut trafen sich ihre Lippen. Dann ging er hinaus um nach Faramir zu sehen der inzwi-schen in den Garten gelaufen war und Schmetterlingen hinterher jagte.
Peregrin rief ihn und musste lächeln als Faramir mit gefalteten Händen auf ihn zugelaufen kam. Er schien etwas gefangen zu haben und hielt es seinem Vater vor die Nase.
„Ein Schmetterling“ verkündete er stolz und ließ sich ins Gras fallen um seinen Fang näher zu untersuchen. Peregrin sah ihm einen Moment lang schweigend an, dann ließ auch er sich neben ihm ins Gras sinken und warf einen Blick auf den Schmetterling der noch immer mit dem Flügeln schlug, jedoch ganz ruhig auf Faramir´s rosiger Handfläche saß.
„Der ist sehr schön Faramir“.
Kichernd und mit leuchtenden Augen sah Faramir zu seinem Vater auf. Stolz glänzte in ih-nen und ließ sie noch grüner leuchten als sie ohnehin schon waren.
„Darf ich ihn behalten?“.
„Ich schlage vor du lässt ihn fliegen. Er fühlt sich frei bestimmt am wohlsten“, erwiderte Pe-regrin und zog Faramir auf seinen Schoß der seine Hände nun gen Himmel streckte und den Schmetterling frei ließ.
Zusammen sahen sie zu wie das bunte Insekt immer höher in die Lüfte aufstieg und bald kaum noch zu sehen war. Dann sah Peregrin wieder zu seinem Sohn hinter und drückte ihn an sich.
„Faramir. Ich muss für eine Weile verreisen. Ich verspreche dir aber das ich nicht lange fort-bleiben werde und wenn ich wieder komme feiern wir einen Fest und laden alle deine Freun-de ein“ begann er zu erzählen doch das konnte Faramir nicht davon abhalten sich schreiend an ihn zu klammern.
„Ich will aber das du hier bleibst Papa“, jammerte er und vergrub sein Gesicht an der Brust seines Vaters.
„Ich würde ja gern aber es geht nicht. Glaub mir. Ich komme bald zurück“.
Wimmernd löste sich Faramir von Peregrin und sah ihn einen Moment schweigend an.
„Wirklich nicht lange?“.
„Nein. Nur für eine Weile“.
„Nur ganz kurz?“.
„Ja. Ich verspreche es dir“.
Doch so ganz konnte Peregrin seinen Sohn nicht überzeugen.
Als der Abend nahte begann Peregrin seine Sachen auf das Pony zu schnallen mit dem er auch aus dem Ringkrieg zurückgekehrt war. Als er fertig war ging er noch einmal ins Smial zurück und blieb in der Diele stehen. Kurze Zeit später kam Juweline mit Faramir an der Hand den Gang hinunter der in den hinteren Teil der geräumigen Wohnhöhle führte und blieb kurz vor ihrem Gatten stehen.
Sofort schlang Faramir seine Arme um seine Beine und Peregrin hob ihn hoch damit er ihm einen Abschiedskuss auf die rosigen Wangen geben konnte. Dann drückte er ihn noch ein-mal fest an sich und sah dann zu Juweline hinüber die ihn nun tapfer anlächelte als wollte er nur einen kurzen Ausritt machen und gleich wiederkommen.
„Ich werde euch vermissen“, flüsterte Peregrin und schloss Juweline noch einmal in seine Arme. Dann ließ er sie los und ging zur Tür.
Die Abendluft war mild und es versprach eine angenehm kühle Nacht zu werden. Der Him-mel begann bereits sich rosa zu färben als Peregrin aufsah und seiner Familie noch einmal aufmunternd zulächelte. Dann gab er seinem Pony die Sporen und ritt den Weg hinunter Richtung Bockland.
Mit Faramir noch immer an der Hand stand Juweline noch lange in der Tür und sah ihm nach, selbst als er schon längst außer Sichtweite war


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