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Kapitel 3

Aufbruch in ferne Länder



Ruhig betrachtete Estella das Schwert in ihrer Hand. Die Klinge schimmerte silbern und kalt im Mondlicht und das Leder des Hefts lag weich aber dennoch fest in ihrer Hand. Erneut erinnerte sie sich daran wie Meriadoc mit diesem Schwert, zusammen mit Pippin, Sam und Frodo, das Auenland von Sarumans Schurken befreit hatte und zu ihr zurückgekehrt war.
Doch dies war nicht die Klinge mit der der Hobbit all die ruhmreichen Taten vollbracht hatte, in den Kämpfen auf den Pelennor und den Morannon. Nein, dies war das Schwert was er einst von Streicher, der sich später als König Elessar zu erkennen gegeben hatte, auf der Wetterspitze bekommen hatte.
Wieder warf Estella einen Blick in den großen Spiegel und betrachtete ihr neues Erscheinungsbild. Seid sie denken konnte hatte sie nie Hosen getragen. Selbst als sie noch ein Kind war und mit ihrem Bruder Fredegar durch die weiten Felder und Wiesen gejagt war hatte sie stets ein Kleid getragen. Doch für das Vorhaben was nun vor ihr lag wäre ein Kleid höchst unpassend gewesen.
Nun stand sie da und die schwarze Hose schien sich regelrecht an ihre Haut zu schmiegen. Das weiße Hemd ging Estella bis fast über die Hüfte und war fast vollkommen von der dünnen dunkelbraunen Jacke bedeckt die sie darüber trug. Ihr eigentlich langen dunklen Locken hatte sie sorgfältig hochgesteckt, damit man nicht sofort bemerkte das sie eine Frau war.
Nervös biss sich Estella auf die Unterlippe. Noch nie zuvor hatte sie das Auenland verlassen, nur einmal war sie zusammen mit ihren Bruder in Bree gewesen.
Doch die Gebiete in die sie sich nun vorwagen wollten, waren fremd und groß. Noch dazu wimmelte es dort, alten Geschichten zufolge, nur so von üblen Kreaturen. Estella dachte an die unzähligen Geschichten zurück die sie als Kind mehr als einmal zu hören bekommen hatte. Immer war davon die Rede gewesen das ferne Verwandte in diese Länder gereist waren, von denen aber nie jemand zurückgekehrt war.
Estella räusperte sich und atmete tief durch. Sie durfte jetzt nicht zweifeln. Schließlich ging es um ihren Ehemann Meriadoc und Peregrin, einen ihrer besten Freunde. Entschlossen steckte sie das Schwert zurück in die lederne Scheide und band es sich um die Hüfte. Dann nahm sie ihren langen Mantel und trat in den Flur hinaus.

*~*

„Du kannst nicht einfach losziehen in Länder die du nicht kennst Juweline“ schallte es durch das Groß-Smial. Es war mitten in der Nacht, doch waren zu dieser Zeit der größte Teil der Familie Tuk auf den Beinen. Jeder hatte inzwischen mitbekommen welchen Plan Juweline Tuk verfolgte. Das sie ihren verschwundenen Mann suchen wollte und dazu in Länder reiste die die anderen nur aus Geschichten und Erzählungen kannten. Hauptsächlich waren diese Erzählungen von Peregrin Tuk selbst gewesen, der nach langer Abwesenheit zurückgekehrt war.
Paladin Tuk schritt aufgebracht in dem Wohnzimmer auf und ab und bedachte Juweline mit einem bösem Blick nach dem anderen. Seid er selbst von dem Plan gehört hatte war er regelrecht außer sich gewesen.
„Was wird aus Faramir während du fort bist?“ donnerte er noch aufgebrachter und hob seine Arme um seinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen.
„Du. Paladin. Ich hatte gedacht ihr würdet auf ihn Acht geben“ gab Juweline ruhig zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Und was sollen wir ihm deiner Meinung nach erzählen wenn er morgen Früh aufwacht und seine Mutter nicht mehr da? Du weißt selbst wie schwierig er damit zurecht kommt wenn Pippin nicht da ist. Jetzt musst du nicht auch noch fortgehen. Er braucht seine Mutter“, versuchte es der Hobbit erneut.
Doch Juweline ließ sich nicht beirren während sie mit ruhiger Stimme fortfuhr. „Ja und genauso braucht er seinen Vater. Wie wollen wir ihnen erklären wenn Pippin nicht mehr zurück kommt? Du weißt genauso gut wie ich das es Pip nicht ähnlich sieht einfach so zu verschwinden wenn es in Gondor doch so schlecht aussieht. Es ist etwas passiert und Estella und ich werden herausfinden was das ist“.
Für einen Moment herrschte Totenstille im Raum. Nur das Geräusch von Paladins Schritte war zu hören. An seinem Gesichtsausdruck konnte Juweline erkennen das er nachdachte.
„Und was wollt ihr tun wenn ihr sie gefunden habt? Ihr könnt nicht annährend so gut mit Waffen umgehen wie Pippin oder Merry....“, setzte er erneut an, brach dann jedoch aber ab als er einen Blick zur Tür warf.
Juweline folgte seinem Blick und entdeckte Faramir, der mit blassem Gesicht und geröteten Augen im Türrahmen stand. Anscheinend hatte er den Grossteil des Streites bereits mitbekommen. Schnell eilte sie zur Tür und nahm ihn auf den Arm. Dann ließ sie sich auf einen der Stühle fallen die um den breiten Tisch angeordnet standen und wiegte ihren Sohn sachte hin und her.
Faramir klammerte sich an seine Mutter und fing an zu schluchzen als sie anfing zu sprechen.
„Faramir mein Liebling. Ich möchte das du eine Weile bei deinem Großeltern bleibst. Ich muss dringend etwas erledigen. Ich komme aber bald zurück“, begann sie und fühlte sich selbst dabei hundeelend. Doch in ihrem Inneren wusste Juweline das es keine andere Möglichkeit gab und das jeder Augenblick des Zögerns für ihren geliebten Peregrin und seinem besten Freund Meriadoc fatale Folgen haben konnten. „Ich werde bald zurückkommen. Sobald ich kann und dann ist auch dein Papa wieder da“.
Langsam trug sie ihren kleinen Sohn, der genauso aussah wie Peregrin in seinem Alter ausgesehen hatte, zurück in sein Zimmer und legte ihn in sein Bett. Vorsichtig zog Juweline die weiche Bettdecke bis zu seinem Kinn hoch und sang dabei eines der Schlaflieder die Faramir so mochte und bei denen er rasch einschlief.
Als sich nun in dieser Nacht seine Augen schlossen, flossen bereits dicke Tränen über Juwelines Gesicht und sie küsste ihn noch einmal auf die Stirn, bevor sie das Zimmer verließ und die Tür hinter sich zuzog. Dann lief sie rasch in ihr Zimmer und begann sich umzuziehen.

„Du willst also wirklich gehen?“, fragte Paladin ruhig und Juweline zuckte leicht zusammen als Peregrins Vater aus dem Schatten der Tür trat.
„Ja. Ich kann nicht anders. Ich muss einfach gehen. Bitte versuche mich und Estella zu verstehen“, versuchte es Juweline erneut.
„Aber ich bitte dich wenigstens noch bis zum Morgengrauen zu warten. Dann werde ich euch begleiten“ erwiderte Paladin mit entschlossener Miene und verließ langsam das Zimmer ohne auf eine Antwort zu warten.
Eine Weile starrte Juweline noch auf die geschlossene Tür. Dann wandte sie sich wieder ihrer Kommode zu und zog hastig ein paar Sachen heraus , von denen sie einen Teil in einem großen Rucksack verstaute, die anderen ließ sie eine Weile auf dem breiten Bett liegen.
So leise wie möglich öffnete Juweline nun den großen Kleiderschrank am anderen Ende des Raumes, dessen Türen wie immer leise knarrende Geräusche von sich gaben. Dann zog sie einen dicken weinroten Umhang heraus und legte ihn zu den anderen Sachen auf das Bett.
Als sie sich vergewisserte hatte das nichts fehlte horchte Juweline noch einmal auf Geräusche, die verrieten ob noch jemand im Haus wach war. Doch es war nichts zu hören und so zog sie schnell ihre Sachen aus und schlüpfte in die auf dem Bett bereitliegenden Sachen.
Ihre Haare band sie zu einem Pferdeschwanz zusammen und verbarg sie unter der langen Kapuze des Mantels, den Peregrin am Tage seines Fortgangs getragen hatte.

Der kühle Nachwind wehte Juweline ins Gesicht und ließ ihr Herz rasen. Der Geruch von Regen lag in der Luft und nur das Geräusch ihrer eigenen Schritte schienen die Stille die sie umgab zu zerreißen. In allen Hobbithöhlen waren nun die Lichter erloschen und selbst das Gasthaus Zum Grünen Drachen in Wasserau lag friedlich da, als Juweline mit schnellen Schritten daran vorbeilief.
Für einen Moment kamen Erinnerungen in ihr hoch, an jene Tag an dem sie in diesem Gasthaus das erste mal Peregrin Tuk getroffen hatte. Es war der Geburtstag ihres Onkels gewesen und dazu waren auch Paladin und seine Sippschaft eingeladen worden. Schmunzelnd dachte Juweline daran zurück wie Peregrin ihr fast den gesamten Inhalts seines Bierkruges über ihr Kleid verschüttet hatte und somit die gesamte Aufmerksamkeit der anwesenden Hobbits auf sich und sie gelenkt hatte. Wie peinlich war das doch gewesen. Mit hoch rotem Kopf hatte er sich tausendfach entschuldigt ohne auch nur einen Blick von ihr zu nehmen.
Juweline erinnerte sich noch genau wie rot Pippin geworden war, als sie versuchte mit einigen Servietten ihr Kleid zu säubern und ihn dann und wann einen wütenden Blick zuwarf. Doch schon an diesem Abend hatte auch sie gespürt das zwischen ihr und dem Erben des Thain eine besondere Beziehung bestand.
Ein kurzer Aufschrei riss Juweline aus ihren Gedanken. Erschrocken sah sie an sich herunter und auf die am Boden liegende Person. Erst da erkannte Juweline wen sie da umgerannt hatte.
„Woran denkst du eigentlich wenn du durch die Gegend rennst Juli?“ fragte Estella und wischte sich den Staub von der Hose.
„Stella?! Ich hab dich gar nicht gesehen. Tut mir ehrlich leid“, versuchte Juweline sich zu entschuldigen. „Was machst du eigentlich hier?“.
„Ich? Naja, du wolltest bei Einbruch der Nacht bei mir sein und inzwischen ist es schon kurz nach Mitternacht. Ich war auf den Weg zu dir“.
„Achso. Ja. Ich hatte einen Streit mit Paladin. Er wollte nicht das ich gehe. Er meinte ich würde Faramir im Stich lassen aber letztenendes hat er mir vorgeschlagen das er uns begleiten will. Bei Sonnenaufgang. Aber irgendetwas sagte mir das dass keine so besonders gute Idee ist. Also bin ich allein los. Klammheimlich sozusagen“.
Estella entging nicht das Juweline sich deswegen Vorwürfe machte und sie legte ihre Hand auf die Schulter ihrer Freundin.
„Du hast richtig gehandelt. Ich möchte ja nicht bezweifeln das er uns eine große Hilfe gewesen wäre. Aber er wird langsam alt“.
Juweline nickte und folgte Estella die sich während sie sprach umgewandt hatte und den Weg zurück ging, den sie gekommen war.
„Er wird es verstehen. Ich hab es ihm deutlich angesehen. Es war dieselbe Angst die er damals gehabt hatte als Pippin das erste mal weg war. Mit Frodo und Sam. Aber dieses mal ist es schlimmer und das weiß er nur zu gut. Genauso wie die Tatsache das er mir nichts ausreden kann“, redete Juweline leise weiter während sie neben Estella in Richtung Bockland herging.
Als sie in Bockland kurz halt gemacht hatten, um die Ponys zu holen hatte keine von ihnen auch nur ein Wort gesprochen. Jede hing ihren Erinnerungen und Gedanken nach, die sie erfüllten als sie sich immer näher in die fernen Länder begaben.
Der klare Sternenhimmel zog sich noch immer endlos dahin in seinem tiefen Schwarz und den hellleuchtenden Sternen als Juweline und Estella die Grenze des Auenlandes überschritten.



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