Write and Dream - Layout 01
- Start -
- Gästebuch -
- Kontakt -
- Archiv -
- Abonnieren -


- Über mich -


- Fragebogen -
- Warum schreiben? -
- FanFics? -



Layout by:
- Write and Dream -
Izobel

- Inhalt -
- Prolog -
- Kapitel 1 -

The Open Door

- Inhalt -
- Prolog-
-




Layout by:
- Write and Dream -
- Once upon a Time
Rowlings Welt

- Inhalt -
- Prolog -
- Kapitel 1-

Gefangene der Schatten
Tolkiens Welt

- Inhalt -
- Prolog -
- Kapitel 1 -
- Kapitel 2 -
- Kapitel 3 -
- Kapitel 4 -


Layout by:
- Write and Dream -

Kapitel 4

Irrwege


„Ich sag dir wir haben uns verlaufen“ sagte Juweline und wischte sich mit einer Hand den Schweiß von der Stirn.
„Wir hätten in dem Nebel nicht weitergehen dürfen, wir sind zu weit nach Westen abgekommen“ erwiderte Estella und studierte im fahlen Licht des kleinen Lagerfeuers die Landkarte. „Wenn ich das richtig sehe sind wir kurz vor... oh nein“. Entsetzt starrte die junge Frau auf das Pergament und blickte dann ihrer Gefährtin direkt in die Augen.
„Vor was Estella?“. Juweline spürte wie ihr Herz zu rasen begann.
„Kurz vor den Trollhöhen... A-Aber das kann nicht sein. Soweit sind wir nie im Leben vom Weg abgekommen“. Doch mit jedem Wort wurde ihre Stimme leiser als würde sie selbst nicht glauben was sie da gerade sagte.
„Trollhöhen?“ Wiederholte Juweline leise und stand auf. Ohne auf ein weiteres Wort zu warten begann sie Erde in das Feuer zu werfen, welches immer kleiner wurde und schließlich erlosch.
Dunkelheit umfing nun die beiden Hobbits und niemand wagte ein Wort zu sagen. Schließlich durchbrach Estella mit leicht zitternder Stimme die Stille.
„Die Trollhöhen lagen kurz vor Bruchtal, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Sam hatte des öfteren davon gesprochen. Aber Pippin meinte das Elrond selbst in den Westen gegangen ist und Bruchtal nun verlassen ist“. Der Ton in ihrer Stimme war matt als würde sie mit sich selbst sprechen.
„Ja, er war ein Ringträger und ist zusammen mit Frodo über das Meer gefahren“. Erwiderte Juweline und schlang den Mantel enger um ihren Körper. „Ich schlage aber trotzdem vor das wir bei Sonnenaufgang den Weg zurückgehen den wir gekommen sind. Der Weg nach Gondor führt nicht über Bruchtal und nach Elronds Weggang gibt es für Merry und Pippin keinen Grund dorthin zu reiten“
„Ja. Daran habe ich gar nicht gedacht. Mir ist nur nicht wohl zumute in einer Gegend zu übernachten in der es einmal Trolle gegeben hat oder immer noch gibt. Noch dazu ist die Gegend sogar nach denen benannt“.
„Mir ist auch nicht gerade wohl dabei. Aber jetzt zurückzugehen wäre noch gefährlicher weil wir den Weg im dunkeln noch schlechter wiederfinden. Wir würden uns nur noch mehr... “.
Juweline sprach nicht weiter, etwas anderes hatte ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Mit zusammengekniffenen Augen starrte sie in die Dunkelheit die jetzt noch finsterer wirkte. Ein starker Wind blies und wirbelte in der Nähe die losen Blätter eines Baumes auf. Über dessen heulen hinweg war es ihr als würde sie etwas hören das nicht dorthin gehörte. Etwas das nicht menschlich war.
Es war ein langgezogener Ruf, wie der eines Vogels oder eines anderen Tieres, doch klang er anders als alles andere was Juweline je gehört hatte.
Instinktiv griff die junge Frau zu ihrem Schwert und zog es geräuschlos aus der Scheide. Aus den Augenwinkeln konnte sie eine Bewegung wahrnehmen die ihr verriet das Estella dasselbe tat.
Die junge Frau spürte wie sich ihre Hand krampfhaft um das Heft des Schwertes schloss. Sie zitterte.
Obwohl ihr Herz zu rasen begonnen hatte, versuchte sie ruhig zu bleiben.
Vielleicht war es nur ein nachtaktives Tier das nun auf Jagd ging und keine Gefahr für zwei Hobbits darstellte. Doch etwas an diesen Gedanken stimmte nicht und verursachte ein flaues Gefühl in ihrem Magen.
Angestrengt versuchte Juweline in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Ein schwacher Umriss hob sich von der restlichen Finsternis. Er bewegte sich.
Doch noch eher sie die Möglichkeit hatte zu reagieren, hörte sie nur wenige Fuß neben sich jemanden aufschreien. Es war Estella.
Mit zusammengebissenen Zähnen holte Juweline Luft und rannte los. Die Nacht war nun vom Schein vereinzelter Fackeln erhellt.
Hastig versuchte sie sich zu orientieren. Zu ihrer Linken nahm sie immer noch Estellas Stimme wahr, die anscheinend mit jemanden kämpfte und nun wild um sich schlug.
„Nein, loslassen. Aufhören... aaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhh... “
Entschlossen ihrer Freundin zu Hilfe zu kommen lief Juweline in die Richtung aus der die Wutschreie ihrer Freundin zu ihr drangen.
Doch kaum hatte sie ein paar Schritte getan merkte sie, wie sie gegen etwas Hartes stieß und mit dem Gesicht voran zu Boden stürzte.
Sofort konnte sie den Geschmack von Blut in ihrem Mund spüren, dann wurde ihr schwarz vor Augen.

*~*

Die Fesseln schnitten Estella in die Haut an ihren Handgelenken als sie erneut versuchte sich zu befreien. Mit nervösen Blicken sah sie sich dabei immer wieder zu den Waldläufern um die sie zuvor überwältigt und gefangen genommen hatten.
Als sie einen Blick auf ihre noch immer bewusstlose Gefährtin Juweline warf, die mit einem Kopfverband auf einer dünnen Strohmatte lag, spürte sie wie Wut in ihr aufkochte. Warum hatten die Waldläufer sie ohne Grund mitten in der Nacht angegriffen?
Wieder spürte sie den stechenden Schmerz der Fesseln und Estella schloss die Augen, in der Hoffung er würde ein wenig nachlassen.
Vorsichtig ließ sie sich gegen den Stamm eines Baumes sinken und nach wenigen Augeblicken fiel sie in einen unruhigen Dämmerschlaf.

Die Finsternis war unerträglich. Sie schien förmlich in alles Leben einzudringen und von innen heraus zu ersticken. Estella fühlte es. Sie konnte spüren wie sich etwas wie eine eiskalte Faust um ihr Herz zu schließen drohte.
Doch sie wollte nicht aufgeben, nicht jetzt.
Jemand rief aus der Ferne ihren Namen. Immer und immer wieder.
Es schien aus allen Richtungen über sie hineinzubrechen, wie eine Welle aus purer Verzweifelung.
Estella begann zu laufen. Unwissend der Richtung.
Die Stimme wurde stärker und lauter.
Jetzt erkannte die junge Frau die Laute.
Sie gehörte dem einzigen Mann den sie mehr liebte als alles andere auf der Welt, mehr sogar als ihr eigenes Leben.
Estella rannte weiter. Ein brennender Schmerz schien ihre Lungen zu zerreißen, doch sie schenkte dem Schmerz keine Beachtung mehr.
Vage konnte sie plötzlich die Umrisse einer Gestalt erkennen.
Wie ein Feuer entbrannte neue Hoffnung in ihr und ließ sie schneller
laufen.
Langsam kam die graue Gestalt näher und Estella spürte wie ihre Beine plötzlich schwer wurden, als würde sie durch einen Sumpf waten.
Panik stieg in ihr auf und keuchend kämpfte sie sich weiter zu der nun klar sichtbaren Gestalt vor.
Die Arme ausgesteckt, bereit ihn jeden Augenblick zu berühren hatte Estella es fast geschafft.
Doch in diesem Moment durchschnitt ein angsterfüllter, schmerzhafter Schrei die Stille wie eine Klinge.
Die Gestalt verschwand und die Stimme die zuvor noch ihren Namen gerufen hatte erstarb.
Estella hörte wie sie zu schreien begann. Sie schrie aus Leibeskräften.
Heiße Tränen strömten über ihr Gesicht und ließ alles vor ihren Augen verschwimmen.
Irgendwo lachte jemand. Ein grauenhaft kaltes, herzloses Lachen, weit entfernt von jeglicher Menschlichkeit.
„Du wirst sie niemals finden. Keiner kann sie retten... “
Estella spürte wie sich Hände um ihre Oberarme schlossen und sie schüttelten.


Ein weiterer Schrei entfuhr ihr und sie schreckte hoch. Mit weitaufgerissenen Augen sah sie die Person an, die sie noch immer an den Armen festhielt. Erst nachdem sich ihr Herzschlag etwas beruhigt hatte und Estella begriff wo sie war, erkannte sie Juwelines bleiches Gesicht.
„Stella? Komm zu dir. Wach auf“.
Auch Juwelines Stimme zitterte als hätte sie genau dasselbe gesehen wie Estella.
„Ich-Ich hab ihn gesehen. M-Merry. Er war gefesselt und... jemand schrie... I-Ich habe noch nie jemanden so schreien gehört...“ begann Estella mit schwacher Stimme, dabei vermied sie es Juweline in die Augen zu sehen. „Jemand hat gelacht und ge-gesagt das ich ihn nicht retten kann. Das ich ihn niemals finden werde...“. Tränen ließen ihre Stimme brechen.
Juweline hingegen schwieg. Die Finger noch immer um die Arme Estellas geschlossen.
Nach einem unendlich erscheinenden Augenblick brach sie ihr Schweigen und zog Estella sanft in ihre Arme.
„Ssshhh ... es war nur ein Traum. Ein Alptraum. Nichts weiter.“, flüsterte sie und strich ihr die verschwitzten Locken aus der Stirn. Doch so ganz konnte auch sie es nicht glauben.

Laute Schritte ließ die beiden Hobbits aufschrecken und sich voneinander lösen.
„Zwei Halblinge also...“ ertönte eine raue Stimme und kurz darauf stand ein hochgewachsener Mann vor ihnen, dessen wettergegerbtes Gesicht von langen schwarzen Haaren umrandet war. „ ... hier mitten in der Wildnis“.
„Wir sind Hobbits aus dem Auenland. Ich bin Juweline Tuk und das ist Estella Brandybock“ erwiderte Juweline und blickte zu dem Waldläufer auf.
Für einen Moment war es Juweline, als regte sich etwas in den Gesichtszügen des Mannes und er sah sie für einen Augenblick lang nur schweigend an. Dann kam er zu ihnen und schnitt den beiden überraschten Hobbit ohne ein weiteres Wort die Fesseln an den Handgelenken durch.
„Wie es scheint sind Euch unsere Namen nicht ganz unbekannt“ sprach Juweline und rieb sich ihr schmerzendes Handgelenk.
„Ich bin Dragor, Dragas´s Sohn. Waldläufer aus dem Norden. In der Tat sind mir Eure Namen wohl bekannt. Peregrin Tuk und Meriadoc Brandybock sind berühmt für ihre Taten während des Ringkrieges“.
Erstaunt sahen Estella und Juweline den Mann an der sie nun freundlich anlächelte.
„Ja das sind sie. Aber dürften wir erfahren warum Ihr uns gefangen genommen habt? Wir haben nichts Unrechtes getan und hatten es auch nicht vor. Wir hatten uns lediglich verlaufen und wollten an diesem Ort übernachten“. Erwiderte Estella mit vorwurfsvoller Stimme und stand auf.
Der kühle Nachtwind blies ihr erneut die Locken ins Gesicht und ließ sie leicht frösteln.
„Es war nicht unsere Absicht Euch zu verletzten. Doch in den letzten Tagen wurden immer mehr Orks und anderes Getier in dieser Gegend gesichtet. Ihre Zahl hat erschreckender Weise wieder zugenommen. Aber davon will ich zu so später Stunden nicht berichten. Ich bitte Euch, esst mit uns“.
Mit einer Handbewegung bedeutete er den zwei Frauen ihm zu folgen.



MyBlog & Werbung


Gratis bloggen bei
myblog.de