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Prolog
London, Herbst 1969




Angestrengt versuchte Narzissa Black sich auf ihr Schulbuch zu konzentrieren, schließlich war “Geschichte der Zauberer” nicht gerade einfach und der dazugehörige Lehrer machte die Sache auch nicht viel einfacher.
Doch an diesem Abend war gar nichts einfach. Denn im Wohnzimmer der Familie Black wurde mal wieder heftig gestritten.
Vermutlich hatte mal wieder ihre ältere Schwester Andromeda mit diesem Schlammbütler, wie ihre Eltern ihn immer nannten, Ted herumgehangen. Dieser war zwar weder besonders arm noch dumm, aber die Tatsache das er aus einer reinen Muggelfamilie kam und selbst noch nicht mal ein Zauberer war, verschärfte die Situation. Denn die Blacks waren allesamt Zauberer und Hexen. Nicht irgendwelche, sondern eine ziemlich reiche und mächtige Familie. Und darauf waren die Blacks mehr als stolz.
Auch ihre zweite Schwester Bellatrix war auf diese Tatsache mehr als stolz und betrachtete ihre Schwester Andromeda daher als Verräterin von magischem Blut, doch Andromeda wollte davon nichts wissen. Noch nie hatte sie für reinblütige Zauberer viel übrig gehabt und von seither gegen ihre Eltern rebelliert. So auch an diesem Abend.

Tief seufzend erhob sich Narzissa von ihrem Stuhl und schlich zur Tür. Auf dem Flur war alles still, nur aus der unteren Etage drangen Wortfetzen zu ihr herauf. Unschlüssig blieb Narzissa im Flur stehen.
Sollte sie wirklich lauschen gehen? Vielleicht sogar ihrer Schwester beistehen?
Doch das war nicht so einfach wie es eigentlich sein sollte. Denn Druella Black war in dem Punkt unberechenbar. Oftmals zerstörte sie aus blanker Wut Einrichtungsgegenstände mit jedem Fluch der ihr gerade einfiel. Und wenn man in diesem Moment den Raum betrat, konnte das schon sehr ungemütlich werden.
“Ach was solls”, murmelte das Mädchen und schlich auf Zehnspitzen den Flur entlang. Langsam wurden die Stimmen lauter.
Als sie an der großen Wendeltreppe angekommen war blieb sie erneut stehen. Wie es den Anschein hatte, drohte der Streit mal wieder zu eskalieren.

“WIE KANNST DU ES WAGEN ANDROMEDA? MIT DIESEM MUGGEL ... KEIN TROPFEN MAGISCHES BLUT IN DEN ADERN ... DU BELEIDIGST UNSERE GANZE FAMILIE ... DENKST DU DENN ÜBERHAUPT NICHT NACH?”, schrie Druella Black scheinbar außer sich und im nächsten Moment hörte Narzissa auch schon einen schweren Gegenstand gegen die Wand donnern, sodass die Lampen im Korridor erbebten.
Für einen Moment war es still. Scheinbar suchte ihre Schwester noch nach Worten. Oder aber sie hatte sich entschieden überhaupt keinen Kommentar abzugeben. Was wohl in mehr als einer Hinsicht die bessere und klügere Wahl war.
“NIMM DIR DOCH EIN BEISPIEL AN DEINEN SCHWESTERN. BELLATRIX UND NARZISSA DENKEN NOCH NICHT MAL DARAN SO ETWAS ZU TUN ... UNS SO ZU BLAMIEREN ...”, ging es nach einer Weile weiter. Anscheinend hatte sich Andromeda tatsächlich für das Schweigen entschieden. Es war auch nicht das erste mal das aus solchen Gründen zu einer derartigen Auseinandersetzung kam.
Doch in dem Punkt hatte sich Narzissa geirrt denn im nächsten Moment hörte sie die erregte Stimme ihrer Schwester, als würde sie direkt neben ihr stehen.
“Bellatrix ist ja seid jeher eurer Liebling. Sie ist ja geradezu perfekt. Sie hat eure Grundsätze so sehr eingebläut bekommen das sie normale Menschen ja noch nicht mal mehr ansieht. Und was Zissy angeht ...”.
Bei der Nennung ihres Namens zuckte die junge Hexe ungewollt zusammen. Jetzt kam wahrscheinlich der Augenblick der Wahrheit. Die Narzissa selbst Andromeda mehr als einmal begleitet hatte und ebenfalls der Meinung war, das Ted ein echt netter Kerl war, Muggelblut hin oder her.
“WAG ES JA NICHT DEINE KLEINE SCHWESTER DA MIT REINZUZIEHEN!!!”, schrie Druella außer sich. “SIE HAT MIT ALL DEM NICHTS ZU TUN ...”.
Klar und deutlich hörte sie Andromeda vor Empörung auflachen.
“Bitte nicht Andy, mach doch die Sache nicht noch schlimmer, bitte bitte bitte”, flüsterte Narzissa ängstlich und ließ sich auf die erste Treppenstufe nieder.
Für einen Moment wurde es wieder still im Raum. Selbst der Lichtstrahl der unter der Tür hervordrang veränderte sich nicht. Scheinbar waren sie jetzt dabei angekommen sich böse anzustarren.
Dann erklangen laute Polterschritte und die Tür wurde aufgerissen.
Erschrocken fuhr Narzissa in die Höhe und hätte vor Schreck fast laut aufgeschrieen. Doch geistesgegenwärtig drehte sie sich auf dem Absatz um und lief zu einem der großen Fenster und versteckte sich hinter dem schweren Vorhang. Sekunden später hörte sie jemanden die Treppe hinauf kommen.
Vorsichtig lugte Narzissa aus ihrem Versteck hervor um zu sehen wer gerade an ihr vorbei gelaufen war.
Es war Andromeda, die wütend in ihr Zimmer lief und die Tür hat hinter sich zuschlug.
Gerade als sie hinter dem Vorhang hervorgekommen war packte sie plötzlich jemand an der Schulter.


“Zissy?! Was machst du denn hier? Du solltest doch schon längst auf deinem Zimmer sein und lernen”, fragte Bellatrix Black und sah ihre jüngere Schwester fragend an. “Lass mich raten. Du hast mal wieder gelauscht.”
Für einen Moment überlegte Narzissa ernsthaft ihrer Schwester einfach den Rücken zuzukehren und zurück in ihr Zimmer zu gehen, überlegte es sich dann jedoch anders.
“Ihr ward ja auch nicht zu überhören”, erwiderte sie knapp und warf einen kurzen Blick über ihre Schulter in Richtung Andromeda. “Außerdem bin ich bereits fertig mit lernen”, fügte sie sekundenspäter hinzu.
“Natürlich Zissylein. Hast du Fragen? Soll ich dir noch was erklären?”, fragte Bellatrix und wollte die blonde Hexe hinter sich her, in ihr Zimmer, ziehen. Doch Narzissa hatte keine Lust erneut ihre Nase in die langweiligen Schulbücher zu stecken. Gab es doch in ihrer Familie im Moment wichtigere Dinge zu erfahren.
“Was ist so schlimm daran wenn Andy mit Ted zusammen ist? Er ist doch voll nett”, im gleichen Moment hätte sie sich am liebsten auf die Zunge gebissen. Wollte sie es doch für sich behalten das sie von Ted und Andy bescheid wusste und die Situation, so wie sie war, voll in Ordnung fand.
Für einen Moment öffnete Bellatrix den Mund, schloss ihn aber bei Narzissas Worten gleich wieder. Erstaunt blickte sie ihrer Schwester in die blauen Augen.
“Zissy? Was weißt du über die beiden? Sind die etwa ein Paar?”, fragte sie und umklammerte ihre Hand fester.
“Ich? Nein. Ich weiß gar nichts. Lass mich los, das tut weh”, rief Narzissa aufgebracht und versuchte sich loszureißen.
“Du weißt das Mommy ihre Mittel hat die Wahrheit zu erfahren Zissy. Zwing mich nicht zu ihr zu gehen und ihr zu sagen das du was weißt”.
Erschocken blickte Narzissa in die dunklen Augen ihrer Schwester.

“Also Narzissa Black. Was weiß du über deine Schwester Andromeda und diesen ... diesen Muggel?”, fragte Druella Black und sah ihrer jüngste Tochter herausfordernd an.
Unschlüssig was sie jetzt tun sollte, rutsche Narzissa unruhig auf ihrem Stuhl hin und her. Sie wollte ihrer Schwester ja schließlich nicht in den Rücken fallen. Doch hatte sie jetzt noch eine Wahl? Das Fläschen Veritaserum stand bereits auf der Anrichte.
Druella bemerkte den Blick ihrer Tochter und ein siegesreiches Grinsen spielte sich auf ihr Gesicht.
“Also? Zissy?”, meldete sich jetzt auch Cygnus Black zu Wort, der sich bis jetzt dezent im Hintergrund gehalten hatte. “Und bleib bitte bei der Wahrheit Kleines”.
Sorgenvoll warf die junge Hexe ihrem Vater einen langen blick zu, doch der Ausdruck auf dessen Gesicht blieb unverändert.
Fieberhaft überlegte Narzissa was sie jetzt tun sollte.
Doch ihren Eltern schien dies bereits zu lang zu dauern.
“Hier trink das und dann denk noch einmal angestrengt nach”, sagte schließlich ihre Mutter und reichte ihr ein Glas mit Orangensaft.
Mit zitternden Händen nahm das Mädchen das Glas entgegen. Er sah ganz gewöhnlich aus, doch aus Erfahrung wusste Narzissa das der Schein oft trügte. Und in diesem Fall war es ebenfalls so. Zaghaft nahm sie einen kurzen Schluck.
“Also. Nochmal. Was versteckst du unter deinem Bettkasten Zissy?”, fragte Cygnus fordernd und setzte sich neben seine Tochter.
“Eine Dose mit Süßigkeiten”, kam es wie aus der Pistole geschossen zurück.
“Ach wirklich?”, für einen Moment sah Druella ihre Jüngste erstaunt an. “Du hast doch aber gar nichts übrig für Schokofrösche. Oder?”.
“Doch. Ich mag Süßigkeiten”, erwiderte Narzissa knapp und versuchte sich selbst zum schweigen zu bringen, in dem sie sich auf die Zunge biss. Doch es half nichts.
“Was verschweigt uns Andromeda?”. Mit verschränkten Armen stand nun Druella Black vor ihrer Tochter und wartete gespannt auf eine Antwort.
Doch so leicht wollte Narzissa nicht aufgeben. Schließlich hatte ihr ihre Schwester die Details ihrer Beziehung zu Ted im Vertrauen erzählt. “REDE”.
Narzissa fuhr zusammen.
“Sie sind zusammen”, platzte es aus ihr heraus und eine Träne lief ihr über die Wange.
“Zusammen? Inwiefern? Seid wann?”, ihr Vater war inzwischen aufgesprungen und baute sich neben seiner Frau vor ihr auf.
“Sie sind ein Paar. Verlobt. Seid einem Jahr”, sprudelte es aus Narzissa heraus und sie krallte ihre Hände in den weichen Stoff des Sofas.
Für einen Moment war alles still. Nur die große Uhr an der Wand tickte im stetigem Rhythmus und ließ ihre Geräusche übernatürlich laut erscheinen. Selbst das Rauschen der Bäume vor dem Fenster schien nachgelassen zu haben.
Dann drehte sich Druella Black auf dem Absatz um und stürmte aus dem Zimmer. Dicht gefolgt von ihrem Mann und ihren Kindern.
“MOMMY NICHT”, rief die junge Hexe und versuchte ihre Mutter am Fuß der Treppe aufzuhalten, doch diese schüttelte sie nur ab und stampfte die Treppe hinauf.
Narzissa spürte wie ihr Tränen in die Augen stiegen und ihr übers Gesicht liefen. Hastig wischte sie die salzigen Spuren beiseite und versuchte ihrer Mutter nachzulaufen. Doch Bellatrix hielt sie zurück.
“Lass gut sein Zissy. Du kannst es eh nicht ändern”, sagte sie in einem beruhigendem Tonfall und hielt ihre jüngere Schwester an beiden Armen fest.
“Lass mich los Bella. Ich will zu meiner Schwester”, rief Narzissa mit tränenerstickter Stimme und sie versuchte sich loszureißen.
Doch ein zischendes Geräusch zog plötzlich ihre Aufmerksamkeit auf sich.
Verwirrt blickte sie sich um, um nach der Ursache des Geräusches zu suchen, doch ihre ältere Schwester hatte ihn bereits ausfindig gemacht. Mit einem leisen “da” zeigte sie auf den großen Wandteppich zu ihrer Linken.
Schon seid Jahrhunderten hang dort der große Stammbaum der Familie, wurde gehegt und gepflegt und es wurde als Ehre empfunden dort mit aufgeführt zu werden. Doch wie schon einige male zuvor hatte sich etwas geändert. Langsam folgte Narzissas Blick den einzelnen schwarzen Flecken derer, die bei der Familie in Ungnade gefallen waren. Sie wurden vom Stammbaum gelöscht und wurden seither behandelt, als seien sie tot.
Und jetzt war ein weiterer schwarzer Fleck zu sehen. Genau zwischen ihrem Namen und den ihrer Schwester Bellatrix prangte ein großer schwarzer Fleck, der noch bedrohlich qualmte. Andromeda Blacks Name war verschwunden.

Das Geräusch von quietschenden Autoreifen hallte durch die Nacht und zeriss die Stille wie ein Paukenschlag. Als Narzissa die Gardine zur Seite zog, sah sie das runde, sonst so freundliche, Gesicht von Ted Tonks. Doch in dieser Nacht sah er alles andere als freundlich aus, sondern gehetzt. Mr. Tonks sah aus als wäre er gerade aus dem Bett gefallen und gleich loszugefahren. Und das kam der Wahrheit vermutlich sehr nahe.
Augenblicke später vernahm Narzissa die Geräusche schwerer Koffer, die die breite Treppe hinuntergetragen wurden. Ohne auf die Rufe ihrer Schwester zu achten lief Narzissa auf den Flur und Andromeda entgegen.
“Wo willst du hin? Du kannst doch nicht einfach weg gehen. Bitte geh nicht”, schrie sie und begann erneut zu weinen.
“Reiß dich zusammen Narzissa, du bist keine 11 mehr. Du bist Sechszehn und jetzt geh zurück ins Wohnzimmer zu Bellatrix”, fuhr ihre Mutter sie an und beförderte zwei Koffer mit einem Schlenker ihres Zauberstabes hinaus auf die Straße, wo sie polternd liegen blieben.
Doch Narzissa ließ sich nicht so leicht beirren und lief auf die Straße.
“Es tut mit leid Andy. Es ist alles meine Schuld. Aber ich konnte nichts dafür. Sie haben mich gezwungen alles zu erzählen. Andy bitte verzeih mir”, flehte Narzissa und fiel ihrer älteren Schwester um den Hals.
Diese jedoch löste sich aus der Umklammerung ihrer Schwester und fasste sie bei den Schultern um sie zu beruhigen. Freundlich sah ihr sie in die Augen.
“Zissy. Es ist okay. Früher oder später wäre es rausgekommen. Glaub mir es ist besser so”, sagte sie leise und konnte die Tränen kaum noch zurück halten. “Bitte versprich mir das du auf dich aufpasst. Und das wir uns vielleicht wiedersehen. Und das du dir selbst treu bleibst. Ich hab dich lieb und werde dich immer lieb haben”. Ohne Vorwarnung fiel nun Andromeda ihrer kleinen Schwester um den Hals und drückte sie an sich. Dann richtete sie sich auf und sah zu ihren Eltern hinauf, die schweigend an der großen Eingangstür standen. “Lebt wohl Mom, Dad. Bellatrix. Ich hatte echt gedacht ihr wärt anders als unsere Großeltern, aber so kann man sich täuschen”, sagte sie und ließ die Klappe des Kofferraumes zuschnappen. “Es ist echt schade das ihr jetzt nie euren ersten Enkel kennen lernen werdet”.
Dann fuhr sie davon. Zusammen mit Ted Tonks in eine gemeinsame Zukunft.



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