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Kapitel 1
Gerüchteküchen und Ziegen


Hogwarts, Winter 1972

Zitternd vor Kälte zog Narzissa ihren grünen Schal enger um den Hals und schlang ihren Mantel um sich. Mit eingezogenem Kopf lief sie hinaus in den Schneesturm und machte sich mit den anderen zusammen auf den Weg zu den Gewächshäusern.
Dort angekommen stellte sie sich zu ihren Freundinnen die bereits aufgeregt miteinander redeten und von Zeit zu Zeit suchend die Köpfe hoben. Als sie Narzissa kommen sahen fingen sie an zu kichern und winkten sie zu sich.
“Was ist denn los? Ihr führt euch ja auf wie kurz vor dem Weihnachtsball”, sagte Narzissa gedämpft durch ihren Schal und stellte ihre Tasche in den Schnee.
“Ach komm Zissy. Als wenn du es nicht schon selbst bemerkt hättest”, erwiderte Priscilla Parkinson vielsagend und deutete mit dem Kinn in Richtung Wald, an dessen Rand eine Gruppe Jungs aus ihrem Jahrgang standen und ebenfalls heftig zu diskutieren schienen.
“Nein was denn?”, fragte Narzissa, inzwischen sichtlich gereizt. Sie hasste es auf die Folter gespannt zu werden.
“Na das neuste Gerücht. Das weiß doch inzwischen schon die ganze Schule. Lucius Malfoy hat Interesse an dir”, erwiderte Priscilla breit grinsend und erinnerte Narzissa dabei stark an einen Mops.
“Wie bitte? Dieser arrogante Schnösel?”, erwiderte Narzissa angewidert und warf erneut einen Blick in Richtung der Gruppe am Waldrand. “Wir haben ja auf dem Ball noch nicht mal getanzt”.
“Ja. Aber nur weil du die ganze Zeit so ein böses Gesicht gemacht hast, als wenn du auf eine Zitrone gebissen hättest”. Priscilla lachte bei ihrem Vergleich und knuffte Narzissa in die Seite.
“Er selbst war doch außerdem die ganze Zeit mit Lavinia Montgomery beschäftigt. Ich hab nicht bemerkt das er auch nur einmal in ihre Richtung gesehen hätte”, warf nun auch Dorothy Perkins ein und machte ein skeptisches Gesicht. Auch sie konnte Priscilla nicht ganz mit ihrer Geschichte überzeugen.
“Ach. Lavinia ist doch voll unter seinem Niveau. Ihre Eltern leben in einem kleinen Haus am Stadtrand von einem Muggeldorf. Und zu denen sollen sie ein gutes Verhältnis haben”, versicherte ihr Priscilla mit wichtigtuerischem Gesichtsausdruck. “Und das ist ja so was von billig”.
“Ich find Lavinia eigentlich ganz nett”, warf Narzissa schließlich ein. Sie hatte dieses ständige Geläster um Reichtum und Macht mehr als satt. Immerhin hatte sie diese Diskussion schon in ihrem Elternhaus oft genug beigewohnt und musste sie nun nicht auch noch hier haben, in ihrem letzten Jahr auf Hogwarts.
“Ich bitte um Runhe liebe Schüler und Schülerinnen”, rief Professor Sproud und winkte die Klasse ins Gewächshaus.
Narzissa, froh über diese Ablenkung, schnappte sich ihre Tasche und folgte den anderen Schülern. Dabei achtete sie darauf sich an einen anderen Tisch zu stellen um der Fortsetzung dieses Gesprächs zu entgehen. Doch sie hatte die Rechnung ohne die Dreistigkeit des Jungs gemacht.
“Hallo Narzissa”, hörte sie plötzlich eine Stimme hinter sich und drehte sich um.
“Oh hallo Hugo, Raphael ... Lucius”, erwiderte die Junghexe betont freundlich. Die Typen sollten schließlich nicht unbedingt merken das sie eben noch über sie gelästert hatte.
“Siehst gut aus heute”, grinste Hugo Crabbe und entblößte seine schiefen Zähne.
Narzissa, die sich inzwischen wieder nach vorn gedreht hatte biss sich auf die Unterlippe und schluckte den bissigen Kommentar herunter der ihr auf der Zunge lag.
“Na wenn das keine plumpe Anmache war”, ertönte plötzlich eine schleppende Stimme neben ihr, die sie aufblicken ließ. Neben ihr stand Lucius Malfoy. Kerzengerade und mit dem für ihn üblichen arroganten Gesichtsausdruck. Seine längeren blonden Haare waren fein säuberlich mit einem schwarzen Haarband zusammen gebunden und verliehen ihm das Aussehen eines Gouverneurs des 17. Jahrhunderts.
Auch hier verkniff sich Narzissa jeglichen Kommentar, genauso wie einen Blick über ihre Schulter hinüber zum Tisch von Priscilla Parkinson und Dorothy Perkins. Doch auch ohne sie zu sehen, konnte sie deren Gesichter förmlich vor ihr sehen. Wie sie breit und wissend grinsten.
Zum Glück unterband Professor Sproud jegliche weiteren Gespräche, als sie sich vor der Gruppe aufbaute und auf einen großen Topf vor ihr zeigte.
Narzissa schlug ihr Notizheft auf und kramte nach ihrer Schreibfeder, doch zu ihrer weniger erfreuten Überraschung hatte ihr Banknachbar seine schneller zur Hand. Mit einem knappen Grinsen nahm sie die teuer aussehende Adlerfeder und begann zu schreiben. Dabei entging ihr nicht, das Lucius sie von der Seite her beobachtete.
“Vielleicht solltest du auch mit schreiben. Das könnte für die Prüfung wichtig sein”, flüsterte sie und widmete sich wieder ihren Unterlagen. Doch statt einer Antwort lachte er nur leise auf. Und zu ihrer großen Überraschung schnappte sich der junge Zauberer seine Tasche und schwang sie sich über die Schultern.
“Wir sehen uns später”, sagte er knapp aber laut genug das es auch die hintersten Reihen hören konnte. Dann verließ er schlendernd das Gewächshaus, ohne auf die Proteste von Professor Sproud zu achten.
“Mr. Lucius Malfoy! Wenn sie nicht augenblicklich wieder an ihren Platz gehen, dann ... MR. MALFOY!”, schimpfte sie und stemmte die Hände in die breiten Hüften.
Mit großen Augen sahen die Schüler abwechselnd zu der offen stehenden Gewächshaustür und wieder zu Professor Sproud, die inzwischen bis zur Mitte des Raumes gegangen war.
“Dieser ... Verzogene ... Bengel”, schimpfte sie und ließ die gläsernen Flügeltüren mit einem Wink ihres Zauberstabes zuknallen, das die Gläser erzitterten.
“Na wenn das kein cooler Auftritt war”, hörte Narzissa Priscilla hinter sich flüstern. Empört über soviel Engstirnigkeit und Leichtsinn drehte sie sich um und warf ihrer Schulkameradin einen bösen Blick zu. Dann wandte sie sich wieder ihren Büchern und der Professorin zu, die inzwischen ihren Vortrag merklich energischer fortzusetzen begonnen hatte.

“ich weiß gar nicht was du hast Zissy. Das war doch ein echter cooler Auftritt von ihm gewesen. Gib es zu. Du siehst es genauso”, quiekte Priscialla und ließ ihre kurzen Beine von der Bettkante baumeln. Dabei grinste sie Narzissa vielsagend an.
Wütend funkelte diese ihre Bettnachbarin an.
“Nein, fand ich nicht. Und einfach den Unterricht zu verlassen, obwohl Kräuterkunde ein Prüfungsfach ist, find ich echt leichtsinnig und total idiotisch. Wenn er denkt er kann so bei mir landen na dann hat er sich aber geschnitten.”, schimpfte Narzissa und feuerte ihre Uniform genervt in den Koffer. Dann ließ sie sich auf ihr Bett fallen und begann damit ihre Kissen aufzuschütteln. Wütend bemerkte sie, wie ihr eine tiefe Röte ins Gesicht stieg. War da doch vielleicht mehr als sie sich eingestehen wollte? Nein. Bestimmt nicht, dachte sie und ließ sich auf ihr Kissen fallen. Schließlich will ich ja keinen arroganten Schnösel heiraten. Reinblütigkeit hin oder her.
“Gute Nacht Zissy. Schlaf gut und träum was schönes”, hörte sie noch Dorothy Perkins vielsagend rufen, dann zog sie auch schon entschlossen die Vorhänge ihres Bettes zu.
Doch an einschlafen war noch nicht zu denken. Sie konnte einfach nicht aufhören daran zu denken. Wie er selbstsicher und hochgewachsen plötzlich neben ihr stand. Wie er Crabbe zurechtgewiesen hat für dessen plumpe Anmache. Oder wie er geradewegs und mehr als frech den Unterricht geschwänzt hatte.
Energisch drehte sich Narzissa auf die Seite und strich sich eine Strähne aus ihrem Gesicht. Krampfhaft versuchte sie an etwas anderes zu denken und zog ein kleines Foto unter ihrem Kopfkissen hervor.
Es zeigte zwei sehr glücklich aussehende Menschen, die ein kleines Baby auf den Arm trugen, welches ständig die Haarfarbe wechselte. Bei diesem Anblick musste die Junghexe lachen und strich liebevoll über die glatte Oberfläche des Bildes und zeichnete das lachende Gesicht ihrer Schwester nach.
Zusammen mit Ted war sie in eine kleine Stadt in der Nähe von Dover gezogen und dort sehr glücklich geworden. Kurz nach der Geburt von Nymphadora, hatte sie ihrer Schwester geschrieben und ihr mitgeteilt das die kleine ebenfalls eine Hexe war, worüber Andromeda und Ted sehr froh waren. Auch Narzissa war der Auffassung das aus der kleinen Nymphadora später mal eine mächtige Hexe werden sollte.
Mit diesen Gedanken fiel Narzissa in einen traumlosen Schlaf.

Später in der Nacht fuhr die junge Hexe erschrocken aus dem Schlaf. Um sie herum war alles dunkel und ruhig, doch der Schein trog. Verschlafen blinzelte Narzissa gegen einen schwachen Lichtstrahl der aus der Spitze eines Zauberstabes hervorglomm und auf sie zukam.
Ruckartig und selbst mit gezogenen Zauberstab riss sie Sekunden später ihre Vorhänge beiseite und sprang vom Bett. Vermutlich wollten sich ihre Freundinnen wieder mal nur einen kleinen Spaß gönnen, doch die zwei langen in ihren Betten und schliefen tief und fest. Auch sonst schien sich im Raum nichts mehr rühren, hatte sie vielleicht doch nur geträumt?
Doch in diesem Moment legte jemand eine Hand auf ihre Schulter und sie fuhr mit einem erstickten Schrei herum.
Vor ihr, im schwachen Schein des Lichtes, stand Lucius Malfoy und grinste sie breit an, als wäre er gerade auf eine Party gekommen die gerade erst angefangen hatte.
“Was willst du denn hier?”, fauchte sie und funkelte den Zauberer wütend an. “Und wie bist du überhaupt hier hereingekommen? Jungs dürfen nicht in die Mädchenschlafräume”.
“Ich weiß. Aber wen interessiert das?”, fragte Lucius und strich sich eine blonde Strähne hinter die Ohren.
“Mich! Die Schulleitung?!”, erwiderte Narzissa gereizt und drehte ihm entschlossen den Rücken zu. Vielleicht würde er ja von allein gehen wenn sie ihn nur lange genug ignorierte. Aber das tat er nicht.
“Also. Was machen wir mit der angebrochenen Nacht?”, fragte er schließlich etwas lauter und die Junghexe fuhr erschrocken zusammen.
“Könntest du bitte etwas leiser sein. Ich hab so was von kein Bock auf dumme Sprüche beim Frühstück und die darauffolgenden nächsten vier Wochen”.
Narzissa band sich ihre langen, blonden Haare zusammen die sich inzwischen aus ihrem Haarband gelöst hatten und betrachtete die schlafenden Gesichter ihrer Freundinnen. “Was hast du mit denen gemacht? Warum wachen die nicht auf?”.
Erschrocken lief sie von Bett zu Bett.
“Gar nichts. Außer einen kleines bisschen Schlafpulver. Und schon schlafen sie wie Babies”, erwiderte Lucius und machte es sich auf Narzissas Bett bequem. “Nett habt ihrs hier.”
Für einen Moment sah Narzissa ihn ausdruckslos an. Was bezweckte er mit der wenig geistreichen Konversation? Hatte er etwa vor die Nacht hier zu verbringen? Augenblicklich spürte sie, wie Panik in ihr aufstieg.
“Also, warum bist du hier? Was willst du? Du hast dich ja ohl nicht aus purer Langeweile aus deinem Schlafsaal geschlichen oder?”, fragte sie schließlich und verschränkte entschlossen die Arme vor der Brust.
“Eigentlich schon. Ich konnte nicht schlafen. Außerdem wollte ich mich mit dir mal ungestört unterhalten. Ohne diese ... Nervtötenden Hühner um dich herum”, erwiderte er und zeigte dabei auf die schlafenden Mädchen.
Inzwischen waren die Wolken weitergezogen und die schwachen Mondstrahlen zeichneten ein schwaches Muster gegen die dunklen Wände des Raumes.
Für einen Moment beobachtete Narzissa die hellen Kringel an der Wand und begann sie mit dem Fingern nachzuzeichnen.
“Lust auf einen kleinen Spaziergang?”
Narzissa schrak zusammen als sie aufblickte und bemerkte das Lucius direkt vor ihr stand. Doch so schnell gelang es ihr nicht, ihre Fassung wieder zu erlangen. Erstaunt blickte sie in die grauen Augen des Zauberers.
“Wie bitte?”, fragte sie erstaunt, als wäre die Idee, Nachts einen Spaziergang zu machen, völlig abwegig.
“Einen Spaziergang. Draussen. Vielleicht durch den Wald?”. Mit den Armen deutete Lucius auf die schwarzen Baumkronen, die sich schwarz vom Nachthimmel abhoben und bedrohlich schwankten.
“In den Wald?”, erwiderte Narzissa mit fragendem Blick als wäre der junge Zauberer nicht ganz bei Trost. “Falls du es vergessen hast, der Wald ...is ver-bo-ten”, fuhr sie fort und betonte dabei das Wort verboten mit jeder Silbe.
Der Zauberer jedoch sah sie nur herausfordernd an, er meinte es ernst.
Was war schon dabei Nachts in einen Wald zu gehen, in dem es von gefährlichen Tieren nur so wimmelte?
“Tze ... Ich glaub du spinnst”, sagte sie knapp und wollte sich herumdrehen, doch Lucius ergriff ihr Handgelenk und zog sie mit sich.
“Na dann sind wir uns ja einig”.



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